70 Prozent der Führungskräfte und Finanzexperten haben kein Vertrauen in Daten, die für Finanzprognosen genutzt werden

Frankfurt Main/ Los Angeles, 9. Februar 2021 – BlackLine hat das unabh?ngige Marktforschungsinstitut Censuswide beauftragt, unter F?hrungskr?ften und Fachleuten aus dem Finanz- und Rechnungswesen (F&A) eine weltweite Studie durchzuf?hren. Die Ergebnisse zeigen, dass weniger als ein Drittel (29 Prozent) der Befragten davon ?berzeugt ist, dass die Finanzdaten, die sie f?r Analysen und Prognosen heranziehen, akkurat sind. Zudem sieht sich weltweit ein Drittel (33 Prozent) aufgrund der COVID-19-Pandemie unter erh?htem Druck, ein exaktes Abbild der Unternehmensleistung zu liefern.

Die Umfrage wurde im Dezember 2020 unter 1.300 F?hrungskr?ften und Finanzfachleuten in sieben L?ndern (USA, Kanada, Gro?britannien, Deutschland, Frankreich, Singapur, Australien) durch das unabh?ngige Marktforschungsinstitut Censuswide durchgef?hrt. Ein Untersuchungsschwerpunkt der Studie waren u.a. die Auswirkungen von COVID-19 auf gro?e Unternehmen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Unternehmen zwar die zentrale Rolle der Finanzdaten f?r die Gesch?ftsstrategie und die Kontinuit?t des Unternehmens erkennen. Allerdings beeintr?chtigen die mangelnde Transparenz und der fehlende Zugang zu Echtzeitdaten die F?higkeit, auf Marktver?nderungen zu reagieren.

Valide Finanzdaten wichtig f?r COVID-Management
Auf die Frage, wie sich die Pandemie auf die Unternehmen ausgewirkt hat, gaben aus globaler Sicht vier von zehn Befragten (42 Prozent) an, dass sie sich aufgrund der anhaltenden Auswirkungen von COVID-19 st?rker auf die Planung von Finanzszenarien und Stresstests konzentrierten. Die Studienergebnisse der deutschen Befragten rangieren mit rund 46 Prozent auf einem ?hnlichen Niveau. Rund 40 Prozent best?tigten weltweit (in Deutschland 35 Prozent), dass die Finanzabteilungen zunehmend von Vorst?nden aufgefordert werden, bei der Szenarienplanung mitzuwirken. Dies best?tigt die wachsende Bedeutung der Erkenntnisse aus den Finanzabteilungen f?r den ?bergang vom Krisenmodus hin zur Erholungsphase.

Mit 28 Prozent sorgen sich global jedoch mehr als ein Viertel der Befragten dar?ber, dass ihre Finanzabteilung nicht in der Lage ist, Daten schnell genug zu liefern, damit das Unternehmen auf unvorhersehbare Marktver?nderungen reagieren kann. In Deutschland quittierten dies knapp 25 Prozent. Eine Mischung aus Remote- und B?roarbeit in den n?chsten zw?lf Monaten k?nnte dies zus?tzlich erschweren; 27 Prozent aller und 24 Prozent der in Deutschland Befragten gaben an, dass hybride Modelle die Arbeit in den Finanz-Teams erschweren werde und weitere 27 Prozent, dass dies zu Ungenauigkeiten in den Finanzdaten f?hren k?nnte.

Transparenz und Validit?t sind entscheidend
Laut der Studie best?tigen aus globaler Sicht ?ber ein Viertel (27 Prozent) der C-Level-F?hrungskr?fte, dass sie keinen Einblick in die Finanzszenarienplanung oder in die Stresstests ihres Unternehmens haben. Die deutschen F?hrungskr?fte (20 Prozent) scheinen damit ein etwas geringeres Problem zu haben. Dennoch deuten die Zahlen darauf hin, dass die Unternehmensleitung wichtige Entscheidungen auf der Grundlage eines unvollst?ndigen Abbildes des finanziellen Zustands ihres Unternehmens treffen k?nnte.

Der Mangel an Transparenz schm?lert das Vertrauen in die Daten, die f?r wichtige Finanzprozesse und -planungen herangezogen werden – insbesondere in der F?hrungsetage. Nur etwa die H?lfte (56 Prozent weltweit und 50 Prozent in Deutschland) der oberen Entscheidungsriege gab an, dass sie volles Vertrauen in die Genauigkeit der Finanzdaten ihres Unternehmens haben. Im Vergleich dazu best?tigten dies weltweit 71 Prozent in einer Studie im Jahr 2018. Bei derselben Frage jedoch stimmten international unter den Finanzfachleuten lediglich 30 Prozent zu, volles Vertrauen in die Genauigkeit der Finanzdaten zu haben (im Vergleich waren es 38 Prozent im Jahr 2018).

Auf die Frage nach den Gr?nden f?r das mangelnde Vertrauen in die Genauigkeit der Daten nannten 37 Prozent der weltweit und 38 Prozent der deutschen Befragten die anhaltende Abh?ngigkeit von unflexiblen Tabellenkalkulationen und veralteten Prozessen, welche die Finanzteams bis zum Monatsende im Dunkeln tappen lassen, als Hauptgrund. Im Jahr 2020 hielten dies mehr Befragte f?r ein Problem im Vergleich zum Jahr 2018 (28 Prozent). Dieses Ergebnis deutet darauf hin, dass die Initiativen f?r die digitale Transformation in Finanzabteilungen noch ein gutes St?ck Weg vor sich haben.

„Zus?tzlich zu den erheblichen Auswirkungen auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Menschen hat die COVID-19-Pandemie erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf Organisationen weltweit“, sagt Marc Huffman, CEO von BlackLine. „W?hrend diese Ausnahmesituation weiterhin besteht, m?ssen Unternehmen ihre Arbeitsweise ?berdenken und sich neu organisieren, um die Planung unterschiedlicher Endszenarien mit validen Zahlen sicherzustellen und um schnelle, intelligente Entscheidungen treffen zu k?nnen. Unternehmen, die dazu in der Lage sind, haben eine bessere Position, um in den kommenden Monaten zu ?berleben oder sogar zu wachsen. Viele Unternehmen haben jedoch immer noch Probleme mit der Transparenz und dem Echtzeitzugang zu Finanzdaten. Die gute Nachricht allerdings ist die weit verbreitete Erkenntnis, dass sich dies ?ndern muss. Unsere Studie deutet darauf hin, dass in den Chefetagen der Wert robuster Finanzdaten erkannt wurde und dass die Verantwortlichen zum Handeln bereit sind.“

Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Pandemie die Dringlichkeit f?r die digitale Transformation und mehr Investitionen in Technologie verst?rkt hat. 32 Prozent weltweit (31 Prozent in Deutschland) gaben an, dass die Entwicklungen im vergangenen Jahr dazu gef?hrt haben, dass die Mitarbeiter einen Echtzeitzugriff auf Finanzdaten noch mehr zu sch?tzen wissen. Knapp ein Drittel (31 Prozent global und 30 Prozent in Deutschland) gaben an, dass es nun noch dringender ist, die Kerngesch?ftsprozesse neu zu gestalten.

Technologie, die eine bessere Verwaltung und Sichtbarkeit von Finanzdaten erm?glicht, spielt im kommenden Jahr eine entscheidende Rolle bei der Wettbewerbsf?higkeit. Mit 34 Prozent weltweit und 41 Prozent in Deutschland sind mehr als ein Drittel der Befragten der Meinung, dass Investitionen in die Datenanalyse helfen werden, einen Wettbewerbsvorteil zu wahren. Ebenso viele Befragte international und 43 Prozent in Deutschland erw?gen die Implementierung oder Skalierung von Automatisierungsl?sungen, um die Genauigkeit und Zuverl?ssigkeit der Finanzdaten ihres Unternehmens zu optimieren.

Weitere Informationen sowie ein Whitepaper zur Studie, finden Sie hier.

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