Als Rentner jobben

ARAG Experten informieren ?ber Freibetr?ge, Hinzuverdienstgrenzen und Abz?ge

In Deutschland gibt es ?ber 21 Millionen Rentner. Ob regul?rer Altersrenter oder Fr?hrentner – viele Senioren sind noch fit und wollen ihre Arbeitskraft weiterhin einsetzen. Wie viel Rentner hinzuverdienen d?rfen und wann sie Steuern zahlen m?ssen, wissen die ARAG Experten.

Mehr hinzuverdienen in 2021
Nat?rlich ist es erlaubt, als Rentner einen Nebenjob zu haben. Haben Sie die Regelaltersgrenze noch nicht erreicht und beziehen eine vorgezogene Altersrente – etwa die Rente mit 63 – m?ssen Sie Ihre Besch?ftigung allerdings dem Rentenversicherungstr?ger melden. ?bersteigt Ihr Gehalt aus dem Nebenjob die geltenden Hinzuverdienstgrenzen, wird ein Teil auf Ihre Rente angerechnet. Seit der Einf?hrung der „Flexi-Rente“ im Jahr 2017 k?nnen Rentner vor Erreichen der Regelaltersgrenze grunds?tzlich 6.300 Euro pro Jahr anrechnungsfrei hinzuverdienen. Von dem dar?ber liegenden Verdienst werden 40 Prozent auf die Rente angerechnet. Das gilt auch f?r Erwerbsminderungsrenten.

Weil durch die Corona-Pandemie ein gestiegener Bedarf an Besch?ftigten im Rentenalter besteht – etwa im medizinischen Bereich oder in der Pflege – wurde die Hinzuverdienstgrenze f?r das Kalenderjahr 2020 aber von der Bundesregierung auf 44.590 Euro j?hrlich angehoben. Im Jahr 2021 d?rfen Rentner sogar noch mehr hinzuverdienen: Jahreseink?nfte bis 46.060 Euro f?hren nicht zu einer K?rzung der vorgezogenen Altersrente! Ab 2022 soll nach Auskunft der Deutschen Rentenversicherung voraussichtlich wieder die urspr?ngliche Hinzuverdienstgrenze von 6.300 Euro pro Kalenderjahr gelten.

M?ssen f?r den Hinzuverdienst Steuern gezahlt werden?
Wenn Sie mehr als 450 Euro im Monat hinzuverdienen, sind Sie sozialversicherungspflichtig und m?ssen Ihre zus?tzlichen Einnahmen versteuern – vorausgesetzt, Ihre Rente und Ihr Nebenverdienst liegen insgesamt ?ber dem steuerlichen Grundfreibetrag.

Keine Hinzuverdienstgrenze bei Regelaltersrente
Sie haben die Regelaltersgrenze erreicht und beziehen nun eine Altersrente? Dann d?rfen Sie grunds?tzlich unbegrenzt zu Ihrer Rente hinzuverdienen. Ihre monatliche Rentenzahlung wird nicht beeinflusst. Sie sind auch nicht verpflichtet, Ihre Besch?ftigung Ihrem Rentenversicherungstr?ger zu melden. Unter Umst?nden m?ssen Sie Ihre zus?tzlichen Einnahmen aber versteuern.

Wie wird der Hinzuverdienst ?berpr?ft?
Immer zum 1. Juli eines Jahres stellt die Deutsche Rentenversicherung eine Prognose ?ber Ihr voraussichtliches Einkommen auf und vergleicht diese mit dem aktuell geltenden Freibetrag. Entsprechend wird dann Ihre Rente f?r die Zeit ab 1. Juli und ab 1. Januar des folgenden Jahres festgesetzt. Zum darauffolgenden 1. Juli wird dann eine sogenannte Spitzabrechnung gemacht, d. h. die Prognose wird mit dem tats?chlichen Verdienst centgenau verglichen. Haben Sie zu viel Rente bekommen, m?ssen Sie den ermittelten Betrag zur?ckzahlen. Andersherum bekommen Sie eine Nachzahlung, wenn Ihnen zu wenig Rente gezahlt wurde. Gleichzeitig wird f?r die kommenden zw?lf Monate eine neue Prognose erstellt.

H?herer Grundfreibetrag f?r Rentner
Vor allem Rentner mit einer kleinen Jahresrente profitieren von einem h?heren steuerlichen Grundfreibetrag in 2021. Er steigt auf 9.744 Euro pro Jahr an, vorher lag er bei 9.408 Euro. Rente, die ?ber diesem Betrag liegt, wird mit dem jeweiligen individuellen Steuersatz besteuert.

H?here Steuern f?r Neu-Rentner
Frischgebackene Rentner, die dieses Jahr in den Ruhestand gehen, m?ssen nach Auskunft der ARAG Experten mit h?heren Abz?gen rechnen. Nur noch 19 Prozent der Bruttorente bleibt steuerfrei, letztes Jahr waren es noch 20 Prozent. In den kommenden Jahren wird dieser Teil immer kleiner, bis schlie?lich 2040 alle Renten voll versteuert werden m?ssen.

Freiwillige Rente bis 31. M?rz
Um Rentenk?rzungen auszugleichen oder ?berhaupt einen Rentenanspruch zu sichern, k?nnen sich freiwillige Rentenzahlungen in die gesetzliche Rentenkasse lohnen. Vor allem f?r Freiberufler, Eltern oder all diejenigen, die nie in die Rentenkasse eingezahlt haben, kann sich die freiwillige Beitragszahlung lohnen. Die Frist, um Beitr?ge r?ckwirkend f?r das Jahr 2020 zu zahlen, endet am 31. M?rz. Freiwillig versichern kann sich jeder, der in Deutschland wohnt, ?ber 16 Jahre alt ist oder als Deutscher im Ausland lebt und hier nicht versicherungspflichtig ist und keine volle Altersrente bezieht.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/rechtsschutzversicherung/privatrechtsschutz/hinzuverdienst-rente/

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