Corona-Auswirkungen auf den deutschen Büromarkt aktuell noch gering

Experten sehen wachsenden Bedarf an flexiblen B?ro-, Miet- und Servicel?sungen

H A M B U R G – 22. M?rz 2021. Die Corona-Pandemie hat die B?roarbeit in Deutschland sehr ver?ndert. Viele Arbeitgeber haben ihre Angestellten ins Homeoffice geschickt, um sie vor dem neuartigen Virus zu sch?tzen. Dadurch sind betriebsintern die Nutzung von Video- und Telefonkonferenzen gestiegen. Wie wird sich das auf die B?rowirtschaft in Deutschland auswirken? Ein prominentes Beispiel aus dem Ausland l?sst erahnen, dass sich der gewerbliche Markt f?r B?rofl?chen mittelfristig grundlegend ver?ndern wird. „Wir merken schon heute eine deutlich erh?hte Nachfrage nach flexiblen B?ro-, Miet- und Servicel?sungen“, berichtet der Vorsitzende des Bundesverbandes Business Center e.V., Lars Henckel, in einer Pressemitteilung.

London ist seit Jahrzehnten der Hotspot der europ?ischen Finanzindustrie. Viele Banken, Investmentanbieter und weitere Finanzdienstleister aus aller Welt haben ihren europ?ischen Hauptsitz an die Themse gelegt. Seit einiger Zeit geht der Trend in eine andere Richtung. Zahlreiche Banken haben angek?ndigt, ihre B?rofl?chen in London, coronabedingt, zu reduzieren. Insgesamt droht eine Steigerung des B?roleerstands in der britischen Hauptstadt um bis zu 40 Prozent. So auch die Bank HSBC, die in dem ehemaligen Hafenviertel Canary Wharf einen 200 Meter hohen Wolkenkratzer mit 46 Etagen betreibt. Sie will die B?rofl?chen um fast die H?lfte verringern, da die Mehrheit der 40.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten.

?hnliche Situation in Deutschland nicht absehbar

Und wie ist die Situation der B?rowirtschaft in Deutschland? Droht hier ein ?hnliches Szenario wie in London? „Nein – aktuell sehe ich diese Entwicklung in Deutschland nicht“, res?miert Lars Henckel, Vorsitzender des Bundesverbandes Business Center. „Der Leerstand wird in der Pandemie zwar steigen, allerdings nicht in diesem Ausma?.“ Die Mieten in London seien mehr als doppelt so hoch wie in deutschen Gro?st?dten. Zudem seien Pendlerzeiten von zwei Stunden dort keine Seltenheit. Die Meinung, dass die Corona-Pandemie zu gro?en Einschnitten in der B?rowirtschaft f?hren wird, habe sich bislang nicht bewahrheitet.
Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Zusammenspiel zwischen Homeoffice und dem B?ro in der Innenstadt. „Der Arbeitsalltag wird nicht mehr ausschlie?lich im B?ro stattfinden. Die R?ume werden eher situationsbedingt genutzt werden“, sagt Lars Henckel. Die B?rofl?che passt sich entsprechend der Nutzung an: So wird ein Konferenzraum f?r Meetings vorgehalten oder auch ein Gro?raumb?ro, wenn es auf eine schnelle Kommunikation ankommt. Ebenso k?nnen auf der Fl?che auch Einzelb?ros eingerichtet werden.

Die Anspr?che an die B?ror?ume haben sich ge?ndert

Die Unternehmen haben offensichtlich festgestellt, dass der flexible Arbeitsplatz f?r die B?roarbeit nach der Pandemie fest zur Arbeitswelt geh?ren wird, ist sich der Vorsitzende des Bundesverbandes sicher. „Die Anspr?che an die B?rofl?che sind heute andere als noch vor zehn oder f?nfzehn Jahren. Die starren, unver?nderbaren R?umlichkeiten gibt es nicht mehr. Die B?ror?ume m?ssen hybride sein und sich damit der entsprechenden Situation des Unternehmens anpassen.“

Die Auswirkungen, die die Pandemie auf die B?rowirtschaft in Deutschland haben wird, bieten zahlreiche Chancen. So werde sich die Nutzung der B?rofl?che durch Entwicklungen, wie dem Homeoffice ?ndern, prognostiziert Lars Henckel. „Die B?rowirtschaft muss auf diese langfristige Entwicklung reagieren und den Unternehmen entsprechende Angebote machen“, stellt er abschlie?end fest.

Business Center stellen wachsenden Bedarf f?r flexible und serviceorientierte B?rofl?chen fest

Die Anbieter von Business Centern berichten, dass momentan viele Unternehmen konkret auf der Suche nach flexiblen und modernen B?rofl?chen sind, die erg?nzend oder sogar alternativ zu den Bestandsfl?chen den Bedarf nach corona-konformen und serviceorientierten B?ros decken, ohne die Unternehmen langfristig zu binden. „Die Corona Pandemie bewirkt offensichtlich in vielen Unternehmen ein Umdenken weg von klassischen und langfristigen Mietl?sungen hin zu innovativen Angeboten, die sich flexibel dem Platz- und Servicebedarf anpassen“, stellt Henckel nach einer Vorstandssitzung des Bundesverbandes fest. „Nach dem Hype der Coworking-Fl?chen mit gro?en und offenen Fl?chen sind aktuell variable L?sungen mit kleinen Arbeitseinheiten und einer hohen Dienstleistungsorientierung gefragt. Genau dies bieten die Unternehmen unseres Verbandes an und deshalb sind wir f?r die Zukunft grunds?tzlich sehr optimistisch“, betont Lars Henckel.

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