Randstad-ifo-Studie zur Vereinbarung von Beruf und Familie

Eltern zu Arbeitgeber-Angeboten: flexibles Arbeiten ja, Kinderbetreuung nein

Eschborn, M?rz 2021. Zur besseren Vereinbarung von Beruf und Familie in Zeiten von Corona bieten viele Unternehmen Mitarbeitern mit Kindern mehr Flexibilit?t. Laut der aktuellen Randstad-ifo-Personalleiterbefragung haben 78% die Arbeitszeiten entzerrt, ebenso viele haben Homeoffice-Regelungen eingef?hrt. 66% der Firmen bieten in Notsituationen Sonderurlaub an. Die gro?e Mehrheit der Mitarbeiter nutzt diese klassischen M?glichkeiten zum flexiblen Arbeiten. Doch bei der Kinderbetreuung kommen berufst?tige Eltern nur selten auf die neu geschaffenen Angebote ihrer Arbeitgeber zur?ck.

Knapp ein Drittel der Unternehmen bietet Kinderbetreuung an
Lediglich 3% der Mitarbeiter nutzen das erweiterte Betreuungsangebot in Betriebskitas, das immerhin 28% der Unternehmen geschaffen haben. Nur 5% nehmen die digitalen Lern- und Besch?ftigungsangebote wahr, die 29% ihrer Arbeitgeber anbieten. „Es ist gut und wichtig, dass Unternehmen neue Wege gehen, um ihre Mitarbeiter zu unterst?tzen. Denn viele Familien stehen aktuell vor noch nie dagewesenen Herausforderungen“, betont Carlotta K?ster-Brons, CSR-Beauftragte und Leiterin des Hauptstadtb?ros bei Randstad Deutschland. „F?r berufst?tige Eltern z?hlt jedoch vor allem, wie die Angebote ihrer Arbeitgeber ihnen dabei helfen, ?berhaupt ihr Arbeitspensum zu erf?llen. Daf?r z?hlt in dieser besonderen Situation das Mindset der Vorgesetzten, der Kollegen, unserer Partner und Partnerinnen und von uns selbst“, so die Randstad Expertin. „Das f?ngt bei der Akzeptanz der Kollegen f?r das eigene Kind, das bei einer Videokonferenz durchs Bild l?uft, an und h?rt bei der individuellen Unterst?tzung in der Organisation des Arbeitsalltags auf.“

Familienfreundliches Arbeiten braucht individuelle L?sungen
„Wichtig bei der Entwicklung der Angebote ist, dass Arbeitgeber gemeinsam mit ihren Mitarbeitern individuelle L?sungen schaffen, die ein tats?chliches Mehr an Flexibilit?t bieten“, so Carlotta K?ster-Brons. „Manche Mitarbeiter arbeiten abends, wenn die Kinder im Bett liegen, die restlichen To Dos des Tages ab. Jeder, der Kinder hat, wei?, wie anstrengend so ein Arbeitstag ist. Aber es zeigt, dass berufst?tige Eltern gerade wirklich viel Einsatz zeigen. Aussagen zum angeblich verringerten Arbeitspensum und der Arbeitsqualit?t im Homeoffice, wie sie vereinzelt von F?hrungskr?ften zu h?ren sind, gehen daher komplett an der Realit?t vorbei.“

?ber die Randstad-ifo-Personalleiterbefragung
Die vorgestellten Ergebnisse stammen aus der Randstad-ifo-Personalleiterbefragung Q4 2020, die quartalsweise durch das ifo-Institut im Auftrag des Personaldienstleisters Randstad durchgef?hrt wird. Die Studie befragt bis zu 1000 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen unterschiedlicher Gr??en und Branchen. Die Sonderfragen im vierten Quartal 2020 bezogen sich auf die Auswirkungen von Corona auf die Arbeitsorganisation und die Entlohnung sowie die Personalplanung.

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